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Aktuelles:

Aachener Zeitung 23.2.2016

Improvisation als musikalisches Statement

"Art'n Schutz Orchester" steht seit Jahren für Jazz der Spitzenklassse. Debütalbum enthält zwölf von 50 Eigenkompositionen.

Von Michael Loesl

Aachen. Albert Einstein, Frank Zappa und Isaac Newton wussten, dass Fortschritt ohne Abweichung von der Norm nicht möglich ist. Dem Aachener "Art'n Schutz Orchester" ist ebenjene Tugend, die auch den Mut zum Scheitern voraussetzt, seit rund zwölf Jahren Ansporn und Erfüllung zugleich. "Damals, 2004, stand kein weiterführender Anspruch hinter dem Zusammenschluss von uns Musikern", erinnert sich der "Art' n Schutz Orchester" -Gründungsvater und Gitarrist Jürgen Sturm an den Beginn des Projekts. "Wir wollten die Musiker-Ressourcen, die es um das Aachener Plattenlabel Luxaries herum gab und gibt, zusammenbringen und in einer Band nutzen. Es ging erst mal nur darum, einem aufgeschlossenen Publikum einen Konzertabend lang gute Unterhaltung zu bieten."

Dem ersten Konzert folgten regelmäßige Neujahrsauftritte in der Aachener Klangbrücke, die den Jazz-Begriff legendär weit fassten. Die improvisatorische Kunst, die freie Dialogführung der Musiker, besitzt in der Größenordnung des "Art' n Schutz Orchesters" inzwischen weltweit Seltenheitswert. Es gibt Solisten, Duos, hin und wieder sogar Trios, die an Kulturdealern vorbei von ihren Rechten auf freie, musikalische Artikulation Gebrauch machen. Aber im Jazz ist es wie auf der Straße. Die Sehnsucht nach Freiheit zieht sich in immer kleinere Zellen zurück. Umso gewichtiger und bedeutender nimmt sich das kulturelle Kleinod "Art'n Schutz Orchester" aus.

Nicht weniger als neun Instrumentalisten spielten das selbstbetitelte, kürzlich erschienene Debütalbum des Musikerkollektivs ein, das zwölf der rund 50 Eigenkompositionen enthält, die im Laufe der letzten zehn Jahre entstanden waren. "Kunst ohne Gehege", lassen sich die Protagonisten des Orchesters im Klappentext ihrer CD attestieren. Gemeint ist damit die Kollektivimprovisation, die auf Strukturen und gefassten Kompositionen basiert, aber spontan entwickelte Kommentare und Nebenreden zulässt. Im Gegensatz nämlich zu Standards, in denen über vorgegebenen Akkordfolgen improvisiert wird, gestalten die Aachener freie Formen, in denen zumeist ein narrativer Fluss entsteht, der von allen Musikern getragen wird. Man braucht ein paar Anläufe, bevor man das Album in seiner Gänze versteht. Und natürlich ist es ein Wagnis, derlei Musik in der heutigen Soundbite-Kultur abzuliefern. Lässt man sich aber darauf ein, offenbart sich eine Klangwelt, die reich an Details ist, mit ineinander verzahnten Bildern, die sich ausweiten und üppigen Platz für Soli bieten. Das rhythmische Beet, auf dem das "Art'n Schutz Orchester" fußt, wird auf der Platte von den aus Aachen stammenden Lothar Galle-Merkel am Bass und Hans Günter Eisele am Schlagzeug mit reichlich feinmotorischem Gefühl für swingende Grooves bestellt. Daraus erwachsen farbenprächtige, exotische Melodiengewächse, die auf abenteuerliche, höchst spannende Weise immer wieder Bögen um ihre Formen machen und dabei Motive voller Schönheit kreieren.

Im Kollektiv betrachtet, haben die beiden Taktgeber und der Stolberger Christoph Titz an Trompete und Flügelhorn, die Aachener Sängerin Anirahtak, Heribert Leuchter an Bariton-, Alt- und Sopransaxofon, Jürgen Sturm an der Gitarre, der Alsdorfer Uli Jend an Sopran- und Altsaxofon, Ludger Schmidt am Cello und Ludger Singer an Klavier und Posaune rund 300 Jahre Improvisationserfahrung auf dem Buckel. Die erzählende Kunst des "Art'n Schutz Orchesters" hat für den Platteneinstand nach über zehn Jahren Ensemble-Live-Geschichte zwölf Kompositions-Unikate entstehen lassen, die sich selbstverständlich aus dem Familien-Biotop des Luxaries-Plattenlabels speisen. Woher auch sonst? In der Geschichte der improvisierten Musik hat sich seit John Coltrane nicht mehr viel getan. Beim Aachener Orchester der geschwätzigen Freierzähler bestimmt der Moment die Musik und der gemeinsame Geist, der die freiheitlichen Werte, deren Erhalt in unseren Breitengraden immer nur in Gefahrensituationen gefordert wird, kunstvoll verteidigt.

"Wir wollen diese improvisatorische Musik spielen, weil sie fehlen würde", bringt Heribert Leuchter die Sinnesart der Gruppe auf den Punkt. "Das ist ein musikalischer Ausdruckswunsch, ein musikalisches Statement. Die Produktion des Albums darf man nicht unter kommerziellen Gesichtspunkten betrachten. Aber die Leidenschaft, die meines Erachtens nach in der Platte steckt, macht vieles wett." Modern bedeutet auch "Nische" Es gibt sie, die modernistisch geprägte Aachener Musikeridentität, wenngleich sie sich auch unfreiwillig modernistisch geriert. Denn "modern" bedeutet nicht nur Fortschritt, sondern inzwischen vor allem Nische. Eine Nische, in der unter der Ägide des "Art'n Schutz Orchesters" abenteuerlich inszenierter Kontrapunkt, Nuancenreichtum und rhythmische und melodische Vielschichtigkeiten in eine Zukunft weisen, in der für den Modernismus als Opposition zum Fundamentalismus Hoffnung besteht. Auch im Jazz.

 

...jetzt auch auf CD!

CD-Release Konzert
Mittwoch, 18.11.2015
20 Uhr
Klangbrücke

Kurhausstr. 2 *52074 Aachen

In den neun Jahren seit seiner Gründung, hat das Art’n Schutz Orchester über 50 Kompositionen uraufgeführt. In diesem Sommer wurde eine Auswahl von 12 daraus, im Studio eingespielt. Bei diesem Konzert wird das CD-Repertoire, bestehend aus Kompositionen von Heribert Leuchter, Jürgen Sturm und Ludger Singer, vorgestellt. Art’n Schutz Orchester typisch, wurden alle Stücke kollektiv arrangiert und improvisiert. Die aktuelle Besetzung besteht aus:

Anirahtak – Stimme
Uli Jend – Sopran-, Altsaxophon
Christoph Titz – Trompete, Flügelhorn
Heribert Leuchter – Bariton-, Alt- und Sopransaxophon
Ludger Schmidt – Cello
Jürgen Sturm – Gitarre
Ludger Singer – Klavier, Posaune
Lothar Galle-M. – Bass
Hans Günter Eisele – Schlagzeug

Eine Veranstaltung von LUXaries Records in Kooperation mit der GZM e.V. Aachen und mit freundlicher Unterstützung durch den Kulturbetrieb der Stadt Aachen.

 

Aachener Zeitung - Lokales - 3.1.2013

Texte zum Lachen und Jazz zum Genießen

Von: Svenja Pesch

ASO 2013In dieser Form zum letzten Mal in der Klangbrücke: Das Art‘n Schutz Orchester begrüßte das neue Jahr und sein Publikum musikalisch. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Bevor sie „den Ball in die Zukunft rollen lassen“, präsentierten sich die Musiker von „Art‘n Schutz“ noch einmal von ihrer unverwechselbaren Seite. Die neun Musiker des Aachener Labels „Luxaries Records“ gründeten 2004 dieses Ensemble und präsentierten seitdem in ihren traditionellen Neujahrskonzerten Jazz von einer ganz besonderen Sorte.

Direkt zu Beginn wurde ihre Botschaft „Wir gehen in Rente, kommt ihr mit? Solange es überhaupt noch Rente gibt“, in gewohnt humorvoller Art dem Publikum herübergebracht.

Nonsense? Wohl kaum . . .

Gewohnt familiär war wohl auch der Eindruck von der Truppe, als sie die Bühne der Klangbrücke enterte: Vertraute Menschen, die schon beim ersten Ton begeistert klatschten und lachten. Schließlich sind ihre Kompositionen einfach, mit viel (Wort-)Witz und jeder Menge Irrungen. Nonsense? Wohl kaum. Eher ein Zusammenspiel von chaotischen und verworrenen Liedtexten, die dennoch in sich harmonisch sind. „Schnipp Schnapp Schnupfen“ oder der „Tango im Knopfloch“ sind Stücke mit Tradition.

Heribert Leuchter, der einige der Stücke komponiert hat, räumt der als schützenswert geltenden Rede oberste Priorität ein. Entgegen dem Zeitgeist sorgen die „zwischen den Jahren“ kollektiv arrangierten Jazzstücke immer noch für gute Laune. Wer allerdings versucht, in jedem Lied eine präzise Geschichte im klassischen Sinn wiederzuerkennen, der kann dann doch in ein Geflecht aus schrägen Inhalten und schnell wechselnden Klangwellen geraten.

Aber das neue Jahr muss ja auch nicht direkt in vollem Tempo weitergehen, ruhigere Töne sorgen zudem für eine gewisse Gemütlichkeit. „Hermann ist schließlich auch müde“ und muss erst langsam wach werden. Anirahtak, Uli Jend, Heribert Leuchter, Jürgen Sturm, Ludger Singer, Lothar Galle und Hans Günther Eisele wussten genau, wie sie die Zuschauer mitreißen konnten. Da wurden kurzerhand die Noten untereinander getauscht, der verheißungsvolle Froschkönig wird einfach gegen die Wand geschmissen und die Frage, warum Gott das „Schnappeln“ erfunden hat, wurde ausführlich in feinen Jazzklängen „diskutiert“.

Wer sich nun fragt, was „Schnappeln“ überhaupt ist, der wird wohl auf ewig im Dunkeln tappen. Aber bei „Art‘n Schutz“ geht es ja auch nicht um Definitionen und Konventionen, sondern um den Spaß an der Musik. Darum, Jazz in seiner Vielschichtigkeit zu zeigen, die Absurditäten des Alltags in chaotisch, humorvollen und ironischen Kompositionen auf die Schippe zu nehmen und deutlich zu machen: Die freie Rede lebt! Das achte und letzte Neujahrskonzert – ein rundum gelungenes Spiel mit dem Publikum, der Sprache und der Musik.

 

 

Neujahrskonzerte

1. Januar 2013 - 18 Uhr
2. Januar 2013 - 20 Uhr

Klangbrücke
Kurhausstr. 2/ D-52062 Aachen

Anirahtak - Stimme
Heribert Leuchter - Saxophone
Uli Jend - Saxophone
Jürgen Sturm - Gitarre
Ludger Singer - Klavier
Lothar Galle-M. - Bass
Hans Günter Eisele - Schlagzeug

Kartenvorbestellung: 15€/ erm. 10€ bei LUXaries Records unter:  Tel.:+49(0)241-35349 Email: aso@luxaries.de und an allen VVK-Stellen

Neujahrskonzerte mit dem Art'n Schutz Orchester

Das Art'n Schutz Orchester lädt zum Beginn des Jahres in die Klangbrücke. Neun Musiker des Aachener Labels LUXaries Records gründeten im Sommer 2004 dieses Ensemble als Werkstattorchester ihres Labels. Seither kommen sie in mehr oder weniger konstanter Besetzung am 1. und 2. Januar in der Klangbrücke zusammen. Mehr im frischen Prozess befindlich, denn dem marktgerechten Produkt verpflichtet, nehmen die Musiker die ihnen schützenswert geltende freie Rede in Komposition und Improvisation wahr. Ihre 'zwischen den Jahren' kollektiv arrangierten Jazzstücke mischen die Musiker zu einem Konzert aus 'liebsten Stücken' der Vorjahre und Uraufführungen.

Seit 2005 sind in Aachen Ort und Tage gefunden, kreative Jazzmusik zu erleben und den Abend mit Austausch von Neuigkeiten, dem Genuss kleiner Häppchen und Getränke zu bereichern. Auch besteht die Möglichkeit sich mit dem CD-Repertoire von LUXaries vertraut zu machen.

Gespielt werden Kompositionen von Heribert Leuchter, Ludger Singer, Jürgen Sturm und Improvisationen des Art'n Schutz Orchesters.

 

Eine Veranstaltung von LUXaries Records in Zusammenarbeit mit den Kulturbetrieben der Stadt Aachen und der GZM e.V.

 

 

ASO 2011

Foto: Heike Lachmann

Aachener Zeitung Von Robert Baumann | 29.12.2011

Mit Jazz das neue Jahr begrüßen

Aachen. Die Chemie stimmt - musikalisch und zwischenmenschlich. Das hört und spürt man sofort. Die Jazzmusik des achtköpfigen Ensembles vom Art'n Schutz Orchester schallt durch die Klangbrücke an der Kurhausstraße.

Zwischen den einzelnen Stücken scherzen die Musiker herum. «Er ist der einzige von uns, der alle Instrumente beherrscht. Das ist fast schon ein Genschaden», piesackt Gitarrist Jürgen Sturm seinen Kollegen Ludger Singer. Dieser nimmt es mit Humor, wie alle hier. Von Anspannung oder Nervosität vor den beiden anstehenden Neujahrskonzerten am 1. und 2. Januar ist bei den Proben des Ensembles nichts zu spüren.

Jährlich und bereits zum sechsten Mal findet das Neujahrskonzert des Art'n Schutz Orchesters in der Klangbrücke statt- eine Veranstaltung des Musik-Labels «Luxaries Records» mit Unterstützung des Kulturbetriebs Aachen und der Gesellschaft für zeitgenössische Musik.

Das Ensemble präsentiert sich seit Jahren in immer wechselnden Konstellationen und setzt sich aus Berufsmusikern von «Luxaries Records» zusammen. In diesem Jahr mit dabei: Sängerin Anirahtak, Trompeter Ryan Carniaux, Cellist Ludger Schmidt, Gitarrist Jürgen Sturm, Pianist Ludger Singer, Bassgitarrist Lothar Galle-Merkel, Hans Günter Eisele am Schlagzeug und Saxophonist Heribert Leuchter.«Wir haben ein gemeinsames Grundverständnis über das, was wir mit Musik verbinden. Wir haben eine ähnliche Genese und ein gemeinsames Repertoire. Es gibt große Übereinstimmungen», erklärt Saxophonist Leuchter.

Die Gestaltung des Konzertes entspricht einem improvisatorischen Umgang mit flexiblen Arrangements zu Kompositionen von Leuchter, Singer und Sturm. «Unsere Musik gäbe es ohne Jazz nicht. Was wir spielen, kann man als europäischen Jazz bezeichnen», erläutert Sängerin Anirahtak, die während der Konzerte auch zu den Instrumenten greifen wird.

Seit 2004 existiert das Art'n Schutz Orchester. Ins Leben gerufen wurde es von Jürgen Sturm und Anirahtak. Erklärtes Ziel des Orchesters ist es, die klanglichen Möglichkeiten üblicher Klein- und Kleinstbesetzungen zu erweitern und die gewachsene Spieltradition zu kultivieren. «Wir leben in einer zementierten Zeit. Als Jazzmusiker und Musiker der improvisierten Musik wirken wir diesem Zeitgeist entgegen. Solch ein Umgang mit der Musik ist in unseren Augen ein schützenswerter Umgang», erklärt Sturm den Orchesternamen «Art'n Schutz».

Gut eineinhalb Stunden wird das Ensemble an den ersten beiden Januartagen in der Klangbrücke performen. Dabei mischt das Orchester seine kollektiv arrangierten Jazzstücke zu einem Konzert aus Eigenkompositionen, «Lieblingsstücken» der Vorjahre und Uraufführungen. «Es gibt einen formalen Ablauf und eine dramaturgische Reihenfolge. Letztendlich spielen wir aber nie genau das, was wir im Vorfeld geprobt haben», sagt Leuchter lächelnd. «Die Musik wird immer neu kreiert. Das sind weit mehr als nur Interpretationen. Lassen wir uns überraschen», sagt Leuchter vor den heutigen Abschlussproben und blickt, wie seine Musiker-Kollegen, voller Vorfreude auf die beiden anstehenden Konzerttermine.

Aachener Nachrichten 30.12.2011

Dieses Orchester will nur spielen
von Jan Mönch

Aachen. Der Tonfall wird mitunter etwas rüde. «Der Heribert gibt halt gern ein bisschen an», stichelt die Sängerin in Richtung des Saxophonisten. Der wurde gerade auf die vor seinen Füßen aufgereihte Instrumentensammlung angesprochen und gibt Contra: «Ich kann auch gern noch viel mehr mitbringen.»


Bevor es dann zu grob wird, meldet sich jemand aus Richtung Klavier zu Wort: «Wolltet ihr nicht was spielen?» Tack, tack, tack, tack - der Drummer legt los, die anderen steigen ein. Das klingt nun nicht mehr rüde, sondern beschwingt und lässig - jazzig eben.

Diese Szene spielte sich am Freitag in der Klangbrücke ab, wo das Art'n Schutz Orchester sich auf seine Neujahrskonzerte vorbereitet. Und wer schon mal dazu eingeladen war, dem Oktett bei der Arbeit zuzusehen, der weiß: Gefrotzelt wird nur zum Spaß, musiziert auch, aber eben nicht nur.

Jürgen Sturm fasst die tieferen Beweggründe der Truppe zusammen: «Der Name beschreibt eine Art des Spielens, die schützenswert ist.» Die Hierarchie zwischen den Musikern verläuft flach, Soli und Melodiebögen hingegen ausschweifend und besser zu lang als zu kurz. Musiziert wird nicht für die Ewigkeit, sondern vor allen Dingen für den Moment. Und das die Schreibweise sich an die von «Rock'n Roll» anlehnt, ist natürlich nicht auf eine rostige Schreibmaschine zurückzuführen. «Das Ganze hat auch mit einer bestimmten Geisteshaltung zu tun», referiert Sturm weiter - aber bevor es dann zu philosophisch wird, unterbrechen seine Kollegen ihn mit einem knackigen Tusch. Der ist improvisiert, so wie vieles, was bei den beiden Terminen in der Klangbrücke zu hören sein wird.

Artenschutz betreiben Art'n Schutz zurzeit in Person von Ulla Marks (Gesang), Ryan Carniaux (Trompete), Heribert Leuchter (diverse Saxophone), Ludger Schmidt (Cello), Jürgen Sturm (Gitarre), Ludger Singer (Klavier), Lothar Galle (Bass) und Hans Günter Eisele (Schlagzeug). Ihr Neujahrskonzert veranstalten die Berufsmusiker seit 2005. Alle Beteiligten sind verbandelt mit dem Label «Luxaries Records», für alle ist Art'n Schutz ein Nebenprojekt. Die Besetzung variiert dabei schon mal, das Anliegen nicht: «Wir machen Nischenmusik für ein Nischenpublikum», sagt Heribert Leuchter.

Und die Nische nennt sich wie? Mit einer terminologischen Abgrenzung tut sich die gut gelaunte Truppe ein wenig schwer. Das hat man oft bei Musikern. Die Definition von Ulla Marks jedenfalls stößt nicht auf Widerspruch: «Es ist eine Art europäischer Jazz» - doch auch sie spielt ihre Musik lieber, als darüber zu sprechen. Und bevor zu viel gesprochen wird, wird lieber noch mal der gemeinsame Lieblingssong geprobt: «Mojn Heamann».

Freitag ist Generalprobe

Die Generalprobe steht für Freitag im Kalender. Dabei wird die Dramaturgie für den Abend festgelegt und abgesprochen, wann welcher Solist dran ist. Aber: «Kein Konzert klingt genau wie die Probe», so Heribert Leuchter.

Die Konzerte sind zu hören am Sonntag, 1. Januar, um 18 Uhr sowie am Montag, 2. Januar, um 20 Uhr in der Klangbrücke, Kurhausstraße 1. Karten kosten im Vorverkauf für Vollzahler 15 Euro (ermäßigt zehn Euro) und sind erhältlich im Ticketshop unserer Zeitung in der Mayerschen Buchhandlung. Außerdem ist eine Vorbestellung per Mail an oder telefonisch unter 0241/75414 möglich.

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aktualiesiert: 24.02.16